Patienteninformationen über Brustvergrößerung


Die Vergrößerung der Brüsten - die von Natur aus klein sind, oder sich nach der Schwangerschaft und nach dem Stillen zurückentwickelten, über kleinem Drüsenbestand verfügen, oder eventuell sich assymetrisch entwickelten - kann nur mit Hilfe einer einsetzbaren Protese, mit dem sog. Implantat, erfolgen. Es verbreiteteten sich viele Irrglauben und durch die Medien weitergetragene, irreführende Gerüchte im Zusammenhang der Verwendung der Implantate. Zahlreiche, in mehreren Ländern durchgeführte, zuverlässige Nachforschungen widerlegen den krebserregenden und Autoimmun-Krankheiten verursachenden Wirkungen, die über die Implantate verbreitetet wurden. Es sind heutzutage immer neuere und neuere und immer natürlichere und gleichzeitig zuverlässigere Implantate erhältlich.

Die Anwendung von Silikon ist in der Medizin alltäglich (Augenlinsen, Gelenkersetze, Dränröhre). Es gibt natürlich zwischen den Implantaten im Material der Außenhülle, in der Dicke der Oberfläche und der Außenhüllenwand sowie in deren Qualität große Unterschiede. Die Praxis zeigt, dass die Billigkeit bei der Auswahl des Implantats, das für ein ganzes Leben eingesetzt wird, der schlimmste Gesichtspunkt ist. Die billigsten Implantate sind nämlich auf die Dauer die Teuersten, da mit ihnen das Risiko höher liegt. Es gab Versuche auch mit anderen Substanzen (Erdnussöl, Zuckerderivate), mit denen die Implantate aus Silikongumi-Außenhülle aufgefüllt wurden, aber diese verbreiteten sich wegen ihrer zahlreichen nachteiligen Eigenschaften nicht weitläufig. Ab Anfang der 90-er Jahren erschienen die mit physiologischer Salzlösung gefüllten Protesen in Nord-Amerika und dann auch in Europa, bei denen Jahre später über die Verminderung der Füllsubstanzmenge berichtet wurde. Die Beschaffenheit der Protesen, die mit Silikongel gefüllt sind, bedeutet wiederum eine Qualität. Das Reien der Außenhülle der heutigen modernen Protesen kann höchstens durch einen großen Schlag auf den Brustkorb, bzw. durch Stich- oder Schussverletzungen verursacht werden. Da die Verletzungen, die der Außenhülle des Implantats zustoßen, nie unbemerkt bleiben, hängt hauptsächlich von dem Patient/innen ab, ob sie sich mit ihren Beschwerden an den plastischen Chirurgen wendet. Zwar in verschwindend geringer Anzahl, aber es können auch Schädigungen durch Materialfehler vorkommen.

Bei den heutigen Protesen gibt es keine Vorschriften mehr, in dem sie nach einer vorgegebenen Zeit ausgetauscht werden müssten. Nach der allgemein anerkannten Meinung ist die Brustvergrößerungsoperation dann erfolgreich gewesen, wenn die Brüste entsprechend schönen Anblick bieten und attraktiv, aber trotzdem natürlich sind, und sich an der Figur und an der anatomischen Gegebenheiten der Patient/innen anpassen. Also dann, wenn die Brüste auch nach einer gründlichen Beschauung nicht den Eindruck von "operierten Brüsten" machen. Verdacht darf also auch im schlimmsten Fall nur ihr Verhältnis zum schmalen Kreuz und nicht ihre Form erregen. Die Risikenfaktoren können nur im Falle eines nicht übertrieben großen Implantats auf Minimum gehalten werden. Das optimale Ergebnis wird bei den verschiedenen Patient/innen durch Protesen unterschiedlicher Form und Größe erreicht. Der primäre Gesichtspunkt ist bei der Auswahl der Protese die Form und die Größe des Brustkorbs, die Größe der Brustmuskulatur und der Brüste sowie deren Verhältnis zueinander. Der Durchmesser der idealen Protese kann mit einem Zentimetermaßband auf dem Brustkorb gemessen werden. Dies wird dann mit den anderen anatomischen Gegebenheiten verglichen und der erforderliche Typ kann aus Tabellen (und nicht durch Schätzung, nur so ungefähr…) ausgewählt werden. Die häufigsten Arten zur Einsetzung des Implantats sind die Schnitte in der natürlichen Hautfalte unter der Brust, an der Warzenhofsgrenze und in der Achselhöhle. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Der Schnitt am Warzenhof kann fast unbemerkbar sein, ist allerdings nicht bei jedem durchführbar. Spezielle tropfenförmige Protesen können nur im Falle eines Schnitts in der Hautfalte unter der Brust eingesetzt werden. Die Implantate sind unter dem Brustdrüsengewebe bzw. dem Brustmuskel einsetzbar. Man muss im Interesse der dauerhaft sichereren Ergebnisse, und wenn die Gegebenheiten der Patient/innen dies ermöglichen, die Einsetzung unter dem Muskel anstreben. Das menschliche Organ bildet um die Implantate immer eine untastbare dünne Hülle, ein Häutchen. Im pathologischen Fall verdickt sich dieses Häutchen. Es entsteht eine Entkapselung, die das Fremdmaterial vom Organismus separiert und dadurch, dass sie narbig ist, sich mit der Zeit verschrumpft. Das Maß der Verschrumpfung kann unterschiedlich sein, dementsprechend ändert sich die Form und Betastung der Brüste, sie werden runder und härter. Es sind die folgenden Faktoren bekannt, die das Risiko der Entkapselungs-Verschrumpfung vermindern: Qualität der Protesenwand und -oberfläche; richtige Wahl der Größ; feine, schonende Operationstechnik; sorgfältige und anspuchsvolle Erwählung der während der Operation angewendeten Materialien; das während der Operation dosierte Antibiotikum; bei Bedarf Aufsetzung eines Saugdränrohres; Operation unter Narkose und nicht in Lokalanästhesie; Anwendung von spezieller BH bzw. Band; entsprechende, rechtzeitig begonnene Massage; Schonung der Brustmuskulatur in der Anfangsperiode; Vermeiden von Hormonhaushalts-Änderungen in der Nachoperations-Periode (Schwangerschaft, Wechselung der Schwangerschaftsverhütungs-Pillen). Bei der Brustvergrößerungs-Operation ist eine Ultraschalluntersuchung oder Mammographie erforderlich, um auszuschließen, dass Krankheiten nach der Operation zum Vorschein kommen, die bereits vor der Operation in der Brust der Patient/innen vorhanden waren (Zyste, gut- oder bösartiege Tumor) und damit diese noch vor einer solchen ästhetischen Operation behandelt werden können. Die Operationen werden nach ausführlicher Voruntersuchung in Narkose durchgeführt. Vorher findet auch eine anästhesische Untersuchung statt. Wir bieten den entsprechenden Hintergrund im Privatkrankenhaus mit meistens eintägiger Pflege und Versorgung.

Nach der Operation ist das Tragen eines speziellen BH-s über 6-8 Wochen wünschenswert. Der Verband bleibt meistens eine Woche lang, die Nähte werden nach 1 und 2 Wochen entfernt. Wenn die Protesen unter den Brustmuskeln implantiert sind, kann ein Spannungs-, Verziehungs- und unangenehmes Gefühl vorkommen, das mit schmerzstillenden Mitteln gelindert werden kann. In dieser Periode ist die entsprechende Bewegung von Hals und Schulter sehr wichtig. Das endgültige Ergebnis ist zwei Monate nach der Operation sichtbar.

Man kann mit einer gut eingesetzten, komplikationsfreien Protese (nach der entsprechenden Zeit) genauso Stillen, als es sonst auch mit den Gegebenheiten der Busen möglich gewesen wäre. Das erreichte ästhetische Ergebnis kann durch mehreren Schwangerschaften, durch Stillen, das länger als 3-4 Monate dauert, und durch erhebliche Gewichtschwankungen beeinflusst werden, aber diese ästhetische Änderungen sind korrigierbar. Es wird eine nach der Operation in wachsender Zeitperiode durchgeführte, aber regelmäßige Kontrolle empfohlen. Diese erhalten unsere Patient/innen kostenlos.
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